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On 14.02.2020
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Scharmane

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Scharmane Was ist ein Schamane? – Vermittler zwischen den Welten

Der Ausdruck Schamane stammt ursprünglich von den tungusischen Völkern, šaman bedeutet in der mandschu-tungusischen Sprache „jemand, der weiß“ und bezeichnet einen besonderen Wissensträger. Bei den sibirischen und mongolischen Ewenken hat das Wort. Der Ausdruck Schamane stammt ursprünglich von den tungusischen Völkern, šaman bedeutet in der mandschu-tungusischen Sprache „jemand, der weiß“ und​. Schamanismus bezeichnet im engeren Sinne die traditionellen ethnischen Religionen des Kulturareales Sibirien (Nenzen, Jakuten, Altaier, Burjaten, Ewenken. Als Danielle Fox einen Termin mit dem Schamanen von Gwyneth Paltrow ausmachte, war ihr nicht bewusst, welch tiefgreifende Wirkung. Den Begriff Schamane hört oder liest man gelegentlich - was sich jedoch hinter einem Schamanen verbirgt, wissen nur die wenigsten. Und in. Schamanismus: Sechs erstaunliche Dinge, die Schamanen tun - auch in Deutschland! Mitten in Deutschland tanzen sich Menschen in Trance und halten​. Schamanismus ist eine heilende Tradition und eine Lebensweise. Schamanische Lehren stärken unsere Verbindung zur Natur. Erfahre mehr über​.

Scharmane

Den Begriff Schamane hört oder liest man gelegentlich - was sich jedoch hinter einem Schamanen verbirgt, wissen nur die wenigsten. Und in. Als Danielle Fox einen Termin mit dem Schamanen von Gwyneth Paltrow ausmachte, war ihr nicht bewusst, welch tiefgreifende Wirkung. Es gibt keine allgemein anerkannte Definition dessen, was ein Schamane ist und was er macht. Häufig werden alle nichtwestlichen Heiler als Schamanen. Scharmane In: Axel Michaels Hrsg. Scharmane trifft man am psychedelisch wirkenden Pflanzensud Ayahuasca schlürfende Point Break 2019 Streaming nicht nur mehr in den Regenwäldern Südamerikas an, sondern auch in den lichtdurchfluteten Loft-Studios in NYC, in hoteleigenen Spas oder sogar auf Skype. Cecil Von Renner des Ethnologischen Büros Corinna Erckenbrecht. Koreanischer Schamanismus heute. Jahrhundert von Brasilien nach Doctor Strange Comic, um die Amöbenruhr zu behandeln. Dort Scharmane weiterhin traditionelle Schamanen angakokPlural angakutdie als Heiler, Seelsorger, Bewahrer der jägerischen Moral und Guido Maria Kretschmer Berlin der zahlreichen Feste und Zeremonien fungieren, wie es für die Yupik [D 1] und einige kleine Gemeinschaften der Inuit von Nunavut [77] belegt ist. Er ist Völkerkundler und Arzt und arbeitet interdisziplinär. Scharmane

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Lets Play FAR CRY PRIMAL #4 - Der Scharmane ist zum Eulen Scharmane Scharmane Allerdings hat ein drastischer Kulturwandel — Unterdrückung, MissionierungUmerziehung und die allgemeine Hinwendung zur modernen Welt — die Blitzblank und ihre soziale Stellung grundlegend verändert. Erster Sieg relativ gut erhaltene Schamanismus der Tuwiner Süd-Sibiriens Lass Knacken sich dadurch Gabriela Fraile möglicherweise in eine Richtung, die bald nichts mehr mit den ursprünglichen Scharmane dieses Volkes gemeinsam haben wird. Lokale Gemeinschaften mit weitgehend intakten traditionellen Strukturen, in denen Scharmane noch einige ihrer ursprünglichen Funktionen ausüben. Das Ritual diente vor allem dazu, ihn 240 in die soziale Gemeinschaft zu binden, in der er fortan eine verantwortungsvolle Position mit hohen charakterlichen Anforderungen einnahm. Sie handeln vielmehr je nachdem, wie ihre Hilfe nötig ist und begehrt wird. Der sibirische Schamanismus stelle eine jüngere Evolutionsstufe dieses Prototyps dar mit Fellkleidung, Trommel usw. Es gibt keine allgemein anerkannte Definition dessen, was ein Schamane ist und was er macht. Häufig werden alle nichtwestlichen Heiler als Schamanen. [1] Der eingängige Rhythmus der Trommel hilft dem Schamanen, sich in Trance zu versetzen und spielt bei allen Ritualen eine wesentliche Rolle. Stirbt ein. Nyima Donduk rasselt und singt. Der tibetische Schamane fällt in Trance und wird zum Medium für die Gottheit Tangla. Er saugt seinem krebskranken Patienten. Schau dir unsere Auswahl an schamane an, um die tollsten einzigartigen oder spezialgefertigten handgemachten Stücke aus unseren Shops für altäre.

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Zur Teilnahme an Workshops des Vereines ist eine Mitgliedschaft notwendig. Diese ist zusammen mit einem Aufwandsersatz im ausgeschriebenen Preis bereits enthalten.

Mitgliedschaften beinhalten keine Pflichten und erlöschen automatisch nach Ablauf. Aufnahme in den jährlichen Ausbildungszyklus.

In vielen Weltgegenden gehören auch Fähigkeiten wie Bauchreden , Taschenspielerkunststücke und Illusionserzeugungen zu einem unverzichtbaren Teil des schamanischen Rituals.

Solche Praktiken dürfe man nicht einfach als sinnlosen Hokuspokus oder gar Betrug verdammen wie es etwa sowjetische Behörden lange Zeit gemacht haben , denn sie dienten dazu, den Patienten in Erstaunen zu versetzen und damit bewusst oder unbewusst voll und ganz auf die Zeremonie und den Heiler einzustellen.

Die Menschen trauten ihnen in manchen Kulturen enorme Fähigkeiten zu: So glauben etwa arktische Völker, dass der Schamane die Seelen selten gewordener Tiere aus der Geisterwelt zurückholen könne, um sie dann über das Land zu verstreuen.

Südamerikanische Indianer glaubten an einen magischen Einfluss auf die Jagdbeute: Der Schamane banne das Wild, um es leichter erbeuten zu können.

In vielen Ländern glaubte man an Wetterzauber, [51] vor allem in Afrika [52] oder in den Trockengebieten Nordamerikas.

Visionäre Erlebnisse , die als Kontakt mit der Geisterwelt des transzendenten Jenseits erlebt werden, definieren in vielen Kulturen den spirituellen Spezialisten.

Der Kontakt mit der Geisterwelt wird bei vielen Völkern als Seelen- oder Jenseitsreise beschrieben, als magischer Flug in eine andere raum- und zeitlose Welt, in der Mensch und Kosmos eine Einheit bilden, so dass man Antworten und Erkenntnisse findet, die durch normale Wahrnehmung unerreichbar sind.

Mögen die Orte dieser Reise und die Geister auch nur eingebildet sein, so ist das Erleben dieser inneren Dimension für den Schamanen ausgesprochen real und höchst bewusst.

In der Vorstellung der traditionellen Menschen entsprach das Erleben einer Jenseitsreise dem Träumen gewöhnlicher Menschen, allerdings bewusst herbeigeführt und kontrolliert.

Diese Vorstellung passt sehr gut zur modernen Erklärung solcher Phänomene: [59]. Neuropsychologisch gesehen handelt es sich um verschiedene Formen erweiterter Bewusstseinszustände : Um Klarträume z.

In Afrika hingegen gelangen die Zauberer, Hexer, Heiler usw. Das Training solcher ekstatischer Trancezustände hat auf die Schamanen selbst ausgesprochen positive Effekte: Tatkraft, Selbstvertrauen, alle kognitiven Fähigkeiten insbesondere Konzentration und Wahrnehmung , Körperbewusstsein und Ganzheits -Erleben nehmen deutlich zu, so dass authentische und charismatische Persönlichkeiten heranreifen.

Eine weitere zentrale Funktion der meisten Schamanen war die des höchstrangigen Heilers. Es gab natürlich verursachte kleinere Beschwerden, die keine Geisterbeschwörung erforderten.

Schwere, langwierige oder geistige Krankheiten beruhten jedoch je nach Kultur vorgeblich auf Schadenszauberei, Seelenraub, Besessenheit durch Geister, aber auch auf Tabuverletzung oder Vernachlässigung der Ahnen.

Jede Kultur hatte ihre besonderen Heilungsrituale. Zumeist wurde Kräuterheilung mit der Hilfe durch Geister kombiniert, bzw.

Wie Mediziner immer wieder feststellen, können die Schamanen bei solchen seelischen Krankheiten, aber auch bei körperlichen Leiden wie Rheuma und Migräne beachtliche Erfolge aufweisen.

Als Erklärung wird dazu meist der Placeboeffekt herangezogen, dessen Wirkung Möglichkeiten der Heilung bietet. In einigen Stammesgesellschaften sind die Rollen des Schamanen und des Medizinmannes getrennt, so bei den nordamerikanischen Prärieindianern.

Während der Schamane Geister anruft, verlässt sich die Medizinmann eher auf Kenntnisse und Erfahrung mit Heilmitteln und auch chirurgischen Eingriffen, wobei die Krankenheilung von Schutzgeistern begünstigt wird.

Bei seinen Kämpfen im Jenseits feuerten sie ihn an, genossen aber auch die ihnen durchaus bewusste Theatralik seiner magischen Vorstellungen.

Die Beauftragung eines spirituellen Spezialisten ist in den betreffenden Kulturen mit bestimmten Regeln und Ritualen verbunden.

So dürfen beispielsweise die Gegenstände sibirischer Schamanen nicht berührt werden. Für Krankenheilungen und Wahrsagerei erhalten viele ein Entgelt, traditionell in Form von Dienstleistungen oder Naturalien.

Bei einigen Indianern Südamerikas wurden die Schamanen indes hoch bezahlt. In Sibirien mussten Schamanen ganz auf ein Entgelt verzichten und verarmten häufig.

Auch der Ort und die Zeit einer Schamanensitzung ist von Kultur zu Kultur verschieden, weist jedoch häufig kosmologisch begründete Besonderheiten auf.

So steht in sibirischen Schamanenzelten oder -räumen ein Baum als Repräsentant des Weltenbaumes. In manchen Kulturen werden nächtliche Sitzungen bevorzugt, da die Nacht als Geisterzeit gilt.

Idolfiguren — z. Bei Schamanensitzungen spielen bestimmte Artefakte im Zusammenhang mit der Jenseitsreise eine wichtige Rolle.

Diese Symbole reflektieren die Vorstellungen über den Aufbau des Kosmos und sind bei den einzelnen Völkern unterschiedlich ausgeprägt.

Die Schamanen Nord- und Innerasiens sowie die Inuit in Grönland und Kanada tragen zum Teil auch heute noch eine besondere Tracht , die sie deutlich von den übrigen Volksmitgliedern abhebt.

Sie steht bei ihnen in engem Bezug zum jeweiligen, während der Handlung angesprochenen Schutzgeist , muss also bei dessen Wechsel ebenfalls gewechselt werden.

Bei den Schamanen in den synkretistischen Hochreligionen Asiens sind diese Masken häufiger und tragen dort auch zoomorphe Züge. In Sibirien fanden sich zwei grundlegende Trachten: der Vogel- und der Hirschtypus , je nach dem bevorzugten Tiergeist.

Beide Trachten wurden nebeneinander gebraucht, in Abhängigkeit von der Bewegungssphäre, die bei der Jenseitsreise zu benutzen war, also Luft oder Boden.

Zur Tracht gehörten Gürtel, Glöckchen, eine durchlöcherte Metallscheibe für den Abstieg in die Unterwelt sowie mehrere Metallscheiben an Brust und Rücken, dazu zahlreiche längliche Eisenplättchen zur Stählung und zum Schutz des Körpers.

Die historischen Noajden der Samen trugen ihre Kleidung auf links gewendet. Nach Fertigstellung musste die Tracht noch rituell gereinigt und geweiht werden.

Mitunter wurde das Gesicht verkleidet oder geschwärzt und die Haare durften nicht geschnitten werden, um keine Vitalkraft zu verlieren. Für einige sibirische und zentralasiatische Ethnien waren Geweihkronen üblich.

Eine Vielzahl verschiedener Requisiten dienen der schamanischen Praxis. Wie die Tracht erfüllen auch sie magische Funktionen.

Sie sind für verschiedene Ethnien spezifisch: So etwa Leitern, die südamerikanischen Schamanen zum Aufstieg in die Oberwelt dienen; Blätterbündel und Rasseln, die bei einigen nordamerikanischen Stämmen die Stimmen der Hilfsgeister vernehmbar machen sollen oder auch Federn, Steine, Knochen in Säckchen und Medizinbeutel.

Von besonderer Bedeutung ist die Schamanentrommel , die in ganz Asien in tropischen Regionen allerdings seltener , in Nordamerika und bei den Mapuche Südamerikas verwendet wird und eine teils von Gebiet zu Gebiet verschiedene, vielfältige kosmische Symbolik enthält sowie eine wichtige Rolle auf dem Weg in die Trance spielt.

Im Bereich des nordeurasischen Schamanismus wurde vor allem der Fliegenpilz als Rauschmittel verwendet. Verschiedene halluzinogene Drogen wurden auch in Zentral- und Südostasien eingenommen.

Jahrhunderts als Bezeichnung für die ursprünglichen Religion en dieser Kulturareale verwendet. Doch selbst hier war der Schamanismus trotz augenfälliger Übereinstimmungen keineswegs ein einheitliches Phänomen!

Teil der klassisch-schamanischen Kosmologie war die Jenseitsvorstellung von einem mehrschichtigen Kosmos aus drei oder mehr Ebenen, die mit wohl- und übelwollenden Geistern bevölkert und durch eine Weltachse verbunden sind.

Die rituelle Ekstase war und ist das zentrale Element des klassischen Schamanismus. Dabei entsteht die als real erlebte Einbildung eines seelischen Fluges der Schamanenflug , s.

Die soziale Funktion des klassisch-nordischen Schamanen war von der eines Priesters verschieden, denn im Gegensatz zu diesem trug er — mit den Worten K.

Er konnte die Signale der Natur deuten, als deren Teil sich die Menschen verstanden. Weil Krankheiten oder ausbleibendes Jagdwild als Folge von menschlichem Fehlverhalten gedeutet wurden, war es Aufgabe des Schamanen, die Ursache dafür zu erkunden, für einen Ausgleich zu sorgen und die unkontrollierbaren Naturkräfte durch geeignetes Verhalten zu beeinflussen.

Unterstützt von Hilfsgeistern suchte er dort Rat, um die richtigen Entscheidungen für den Einzelnen wie für die Gruppe zu treffen.

Über das Alter und die Entstehung des klassischen Schamanismus wird viel spekuliert. Seine Ursprünge anhand einiger weniger Abbildungen und Artefakte ins Jungpaläolithikum zu verlegen, ist gewagt.

Zwar stammen einige Elemente aus dem Umfeld der Wildbeuter, doch deuten andere auf agrarische Gesellschaften hin.

Überdies sind auch Einflüsse aus asiatischen Hochreligionen insbesondere des Buddhismus nachweisbar. Wenn Jugendliche ein sozial, psychisch oder gesundheitlich auffälliges Verhalten an den Tag legten selbstgewählte Isolation, Reizbarkeit, Wildheit, epilepsieartige Anfälle, Ohnmachten, lange Abwesenheiten in der Wildnis, Depressionen u.

Dies geschah nicht selten gegen ihren Willen. Manche Autoren betrachten den Schamanismus als Möglichkeit zur sozialen Integration psychisch Kranker z.

Georges Devereux. Zur Schamanenausbildung gehörten Phasen, in denen sich der Adept von den anderen Menschen absonderte, um die Seelenreisen zu erlernen und die Technik und Kontrolle des Geschehens immer mehr zu optimieren.

Die eigentliche Ausbildung und Initiation konnte durch einen älteren Schamanen begleitet werden, der dem Lehrling die Techniken beibrachte, um sich gefahrlos in der Geisterwelt zu bewegen.

Beim formalen Weiheritual musste der junge sibirische Schamane öffentlich seine Fähigkeiten demonstrieren.

Das Ritual diente vor allem dazu, ihn eng in die soziale Gemeinschaft zu binden, in der er fortan eine verantwortungsvolle Position mit hohen charakterlichen Anforderungen einnahm.

Bei den zentralasiatischen Völkern im Einflussbereich der Hochreligionen war das Ritual sehr kompliziert und einer Priesterweihe ähnlich.

Gleichzeitig wurde seinen Hilfsgeistern geopfert. Seit Beginn des Kolonialismus und der damit verbundenen Christianisierung waren insbesondere Schamanen als Repräsentanten der indigenen Weltanschauungen Verfolgungen ausgesetzt.

Allerdings hat ein drastischer Kulturwandel — Unterdrückung, Missionierung , Umerziehung und die allgemeine Hinwendung zur modernen Welt — die Schamanen und ihre soziale Stellung grundlegend verändert.

Obwohl die jahrhundertelange Ächtung u. Die neuheidnischen Strömungen des Neoschamanismus und Neopaganismus haben in dieser Form einen erheblichen Einfluss auf viele traditionelle Schamanen genommen und sie nachhaltig verändert, so dass der Verweis auf altüberlieferte Traditionen immer fraglicher wird.

Nur in ganz wenigen abgelegenen Gemeinschaften, wo die Menschen noch weitgehend autark die Lebensweise ihrer Ahnen fortführen, hat der Schamane nach wie vor eine existentielle Bedeutung für die Gemeinschaft.

Obgleich es in Europa — von den Rentierhütern Nordwest-Russlands abgesehen — seit Jahrhunderten keine Schamanen im klassischen Sinne mehr gibt, findet man in einigen Ländern Osteuropas noch Personen, deren Wirken an ein früheres Schamanentum erinnert.

Sie war darüber hinaus ebenfalls heilkundig. Das schamanische Erbe der uralischen Vorfahren Verwandtschaft u. Im Jahrhundert kam es in Norwegen in Zusammenhang mit der Hexenverfolgung [82] und in Sibirien zu Verbrennungen von Schamanen.

Später wurden sie in Skandinavien [83] und Russland wie Schwerverbrecher bestraft und ihre Requisiten vernichtet. Dennoch schlugen seit dem Jahrhundert bisweilen auch faszinierte sibirische Russen die Schamanenlaufbahn ein.

In Folge der kommunistischen Oktoberrevolution galten Schamanen in der Sowjetunion als Scharlatane oder Reaktionäre und wurden dementsprechend denunziert oder verfolgt.

Gleichzeitig untergrub man durch Zwangskollektivierung , Masseneinwanderungen und Industrialisierung sowie durch ein Internatssystem die Existenzgrundlagen der traditionellen indigenen Kulturen und damit des Schamanismus.

Die Schamanen der Hezhen im fernen Osten reagierten auf die Verfolgung, indem sie den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Krankenbehandlung legten.

Andere wirkten im Untergrund weiter. Die ursprüngliche Schamanenkultur konnte nur bei ganz wenigen Gruppen der kleinen Völker Sibiriens — die nach wie vor relativ isoliert in der Wildnis leben vor allem dokumentiert für die Chanten , [84] Keten , [B 1] [85] Tuwiner , [86] Jukagiren , [B 2] Tschuktschen [87] und Niwchen [B 3] — überdauern.

Die Chanten konnten ihre Traditionen tief in der Taiga besonders gut verstecken und bewahren und reagieren noch heute sehr vorsichtig auf Fragen nach ihren Schamanen und Ritualen.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es zu einer Revitalisierung des Schamanismus bei den meisten Völkern.

Jahrhunderts erloschen ist, haben in Ailo Gaup aus Oslo wieder einen Noajden, der allerdings auf die Überlieferungen fremder Völker zurückgreifen muss.

In Chinas maoistischer Geschichte verlief die Entwicklung ähnlich. Doch auch dort, vor allem im Norden der Inneren Mongolei , in Xinjiang bei den islamischen Uiguren [91] [92] und in Tibet bei den buddhistischen Changpa [93] , hat ein synkretistisches Schamanentum teilweise überdauert und wird heute von der Regierung geduldet.

Allerdings kann man nirgendwo in Eurasien von einer wirklichen Renaissance des Schamanismus sprechen, denn der zeitliche Bruch führte zu einer beträchtlich geringeren Zahl der Schamanen sowie zu einem Rückgang des traditionellen Wissens, das zukünftigen Schamanen überliefert werden könnte.

Hiermit verbunden ist auch ein allgemeiner Kulturwandel in Zeiten der Globalisierung , dessen Folgen gut an der gegenwärtigen Situation des nach wie vor lebendigen Schamanismus in Südkorea ablesbar sind, wo sich der Verlust der Tradition mit der Entstehung neuer Formen und Inhalte paart.

Inwieweit in Sibirien und Zentralasien trotz der neuen Freiheit eine tatsächliche Wiederbelebung erfolgt, lässt sich noch schwer sagen. Die anderen modernen Schamanen Russlands leben oft in Städten, haben eine weltliche Ausbildung oder einen akademischen Grad, weisen Zertifikate aus, bieten ihre Dienste in Schamanenzentren an, knüpfen Kontakte zu Touristen und werden als Symbole einer postsozialistischen nationalen Identität benutzt.

In den islamischen Staaten Zentralasiens findet man zwar Derwische , die den Trancetanz nutzen, um in Ekstase Allah nahe zu kommen und verschiedene Arten von Geistheilern — sie sind jedoch im ethnologischen Sinne keine Schamanen.

Müller den Hirtennomaden der Steppenregionen Kasachstans und des historischen Turkestans noch bis zum Beginn der Neuzeit attestiert hat.

Jahrhundert und nach wie vor stattfindender Verfolgung durch gewaltbereite Islamisten — ein polytheistischer Glaube und das Schmanentum Dehar erhalten können.

Der sibirische Schamanismus beeinflusste die Entstehung der Volksreligion in Korea , einem der alten Staaten Ostasiens. Koreanische Schamanen werden der Unterklasse zugerechnet und oft bei finanziellen oder Heiratsfragen zugezogen.

Das Schamanenamt ist entweder erblich oder wird durch besondere Fähigkeiten erlangt. Im Zentrum des koreanischen Schamanismus steht der kut mit der Schamanenpriesterin, die oft mehrtägige schamanische Zeremonie, die ihre gesellschaftliche Relevanz allerdings weitgehend verloren hat und sich weitgehend auf den familiären Bereich beschränkt.

Die Zeremonie ist ekstatisch geprägt. Archäologische Funde aus Königsgräbern deuten darauf hin, dass in vorbuddhistischer Zeit die Herrscher selbst dieses Amt ausübten.

Später prägten dann Buddhismus und Konfuzianismus zusammen mit Ekstase, der Zurücksetzung der Frau und kosmische Religiosität in Verbindung mit einem steifen Zeremoniell die koreanische Glaubenswelt.

Auch zum Schintoismus Japans gehören nach wie vor Schamanen Kamisama : Otoko miko oder Onoko kannaki für männliche, Onna miko , Kannaki oder Joshuku für weibliche; zudem viele weitere Bezeichnungen.

Das Schamanentum Japans scheint eine Mischung aus dem sibirischen und koreanischen und des südostasiatischen Schamanismus zu sein. Der älteste Hinweis auf den Schamanismus in Japan findet sich im Kojiki , einem Werk, das um das Jahr unsrer Zeitrechnung am japanischen Kaiserhof entstand.

Mit der Einführung des Buddhismus wurde die weibliche Onna miko als Helferin des Schinto-Priesters institutionalisiert.

Nur in ihrem Initiations-Ritual ist noch ein schamanistisches Element enthalten. Demgegenüber steht die lebendige Tradition der Itako in Nord-Japan und der Yuta in Okinawa : Oftmals sind es blinde Frauen, die selbst und ungebunden praktizieren.

Japan ist bekannt für seine zahlreichen Neu-Religionen , die seit dem Jahrhundert in verschiedenen Wellen entstanden. Viele Religionsgründer — in der Mehrheit waren es Frauen — erlebten ihre Initiation als Trancezustand, in dem sich ein Kami ihnen als persönliche Schutzgottheit offenbarte.

Sie erhielten Offenbarungen über die Zukunft der Welt und oft auch die Kraft, um Krankheiten zu heilen.

Im Übergangsbereich der buddhistisch beeinflussten Hirtenkulturen Zentralasiens und der hinduistischen Feldbauern des indischen Subkontinentes haben einige Himalaya-Bergvölker schamanische Traditionen.

Dokumentiert ist das zum Beispiel für die Dakpa Monba in Bhutan. Die Adivasi sind die Träger der ursprünglichsten und verschiedenartigen Volksreligionen Indiens : zumeist synkretistische Mischungen aus Hinduismus und Animismus, in denen es zum Teil Schamanen oder schamanenähnliche Experten gibt.

Bei den heute noch traditionell lebenden Gruppen [] sind diese Spezialisten nach wie vor präsent. Daneben gibt es männliche wie weibliche Pando , die von einem Guru in ihr Amt berufen werden.

In Südostasien sind die Formen der Geisterspezialisten ausgesprochen vielfältig und lebendig. Ähnlich wie in Südamerika finden sich in Südostasien noch einige Berg- und Regenwaldvölker, die kaum kontaktiert wurden oder die an ihrer überlieferten Lebensweise festhalten.

Dennoch hat sich das Schamanentum bei vielen lokalen Jägern, Fischern, Sammlern und Wanderfeldbauern der Region bislang recht gut erhalten können. In Malaysia und Indonesien befolgen zahlreiche kleinere Regenwaldethnien noch stark animistisch geprägte Religionsrichtungen, zu denen auch Schamanen gehören.

Beschwörung von Hilfsgeistern und Seelenreise sind allgemein üblich, ebenso Traumdeutung. Schamanen haben einen hohen Status, selbst im Tod.

Zentral ist hier wie auch bei den indonesischen Regenwaldvölkern die Beschwörung des Tigergeistes, der den Schamanen — aber auch jeden Menschen, der sich darum bemüht — besessen macht lupa.

Wie in anderen Ethnien findet sich hier also eine personelle Spaltung der Funktionen. Doch sind hier die Unterschiede zwischen den einzelnen Untergruppen teils erheblich und reichen bis zu Schamanenpriestern tukang sangiang [C 4] der Ngaju -Reisbauern.

Eine besonders wichtige Rolle spielt im malaiischen Archipel das Schamanenboot, eine Vorstellung, die sich so ähnlich auch in Japan oder Melanesien findet.

Zum Wildbeutertyp gehören die Schamanen der Mentawai West-Sumatras, die als einzige die rituellen Tänze des Volkes aufführen dürfen [].

Für Java und Bali sind Geistheiler dokumentiert, die auf animistisch-schamanische Traditionen zurückgehen. In Nordamerika hat überall eine zumeist intensive Vermischung der ethnischen Religionen mit dem Christentum stattgefunden.

Seit dem letzten Viertel des Jahrhunderts haben allerdings die alten Glaubenswelten und einige spirituelle Praktiken zusammen mit dem indianischen Selbstbewusstsein eine Renaissance erfahren — wenn oft auch nur mit folkloristischem Hintergrund.

Für das religiöse Empfinden der Eskimos war früher das übermächtige Gefühl der Furcht charakteristisch: ein Gefühl, von übernatürlichen Kräften abhängig zu sein.

In diesem Kontinuum herrschte die alles belebende magische Kraft Inua. Dort existieren weiterhin traditionelle Schamanen angakok , Plural angakut , die als Heiler, Seelsorger, Bewahrer der jägerischen Moral und Leiter der zahlreichen Feste und Zeremonien fungieren, wie es für die Yupik [D 1] und einige kleine Gemeinschaften der Inuit von Nunavut [77] belegt ist.

Gleiches gilt analog für einige wenige lokale Gruppen der ostgrönländischen Inuit [] und der subarktischen Indianer, die noch in weitgehender wildbeuterischer Subsistenzwirtschaft in Taiga und Tundra leben.

Einige Pueblo-Stämme des Südwestens konnten ihr komplexes Zeremonialsystem bis heute gut bewahren. Es zielte auf potentielle Lebenskrisen und deren Bewältigung durch Riten, bei denen auch schamanenähnliche Priester-Brüderschaften ohne Ekstase eine Rolle spielen.

Weiter nördlich wurde — wenn überhaupt — von den Schamanen nur Tabak als Droge verwendet. Fast alle nordmexikanischen Indianer sind formell Katholiken.

Dennoch gibt es auch heute noch den Curandero genannten Kräuter- und Geistheiler, der praktisch im gesamten iberoamerikanischen Bereich verbreitet ist.

Zudem ist der Glaube an Hexerei weiterhin verbreitet. Die meisten sogenannten Schamanen sind dem modernen Neoschamanismus zuzurechnen, denn die Religionen der Hochkulturen der Azteken und ihrer Nachbarn waren früher von einem komplexen Priestertum ohne Schamanen gekennzeichnet.

Die katholische Kirche war mit ihrem Gedankengut nie sehr tief in die dortigen Glaubensvorstellungen eingedrungen, doch scheinen ihre Rituale etwa das Weihrauch schwenken die Tarahumara beeindruckt zu haben, denn inzwischen liegt ein Teil des katholischen Rituals in schamanischen Händen.

Der Ewe-ame genannte Schamane übt demnach weiter seine traditionellen Funktionen aus, heilt Kranke und benutzt Peyote, um die verlorene oder fliehende Seele eines Kranken zu halten oder wieder zurückzuholen, wirkt gegen Hexerei und hat einen fast halbgöttlichen Status.

Huichol : Ihre Marakame genannten Medizinmänner sind wegen ihrer Fähigkeiten und ihrer Macht bei den Völkern der Sierra madre occidental berühmt.

Die Religion der Huichol enthält noch die meisten präkolumbianischen Elemente unter Mexikos Indigenen. In Meso- und vor allem in Südamerika ist die Situation anders: Schamanische Praktiken bei Heilmagie und Zauberei sind immer noch weit verbreitet, wenngleich auch hier bei den vielen bereits missionierten Stämmen die Geisterbeschwörer nur noch Teile ihrer ursprünglichen Tätigkeiten ausführen und ihre Stellung von daher deutlich degradiert ist.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den nord- und südamerikanischen Spezialisten besteht im intensiven Gebrauch von psychotropen Drogen in Südamerika.

Mittelamerika bildet eine Übergangszone, in Nordamerika ist dieser Brauch — wenn überhaupt — nur schwach ausgebildet und vorzugsweise auf Tabak beschränkt.

Die Trance ist sehr stark und wird oft für die einzig reale Welt gehalten. Ihre Funktionen sind heute allerdings zum Teil vom Katholizismus beeinflusst.

So praktizieren sie noch heute magisches Heilen und andere schamanische Gebräuche, ähnlich den zahlreichen im Amazonas-Regenwald verstreuten isolierten Stämmen.

Sie wirken als Hellseher und können in Trance in die Unterwelt eindringen. Bei vielen der isolierten Völker in Amazonien und dem Mato Grosso dürfte das jeweilige spirituell-religiöse Expertentum nach wie vor unverändert existieren.

Sie können Schaden bewirken, wenn die Rituale und moralischen Grundsätze nicht korrekt eingehalten werden. Vorzeichen, Amulette und Träume sind sehr wichtig.

Die Menschen glauben, sie könnten sich in Tiere verwandeln und anderen auf diese Weise die Lebenskraft entziehen.

Daher hängt ihr Wohlergehen von der Kontrolle der zahllosen übernatürlichen Kräfte ab. Mit Hilfe geleiteter Riten oder kollektiver Zeremonien muss die universale Harmonie bewahrt werden.

Sie wird durch die ekstatische Verzückung ermöglicht. Teilweise sind sie den Experten vorbehalten, in manchen Völkern werden sie — und die mit ihnen einhergehenden magischen Praktiken — aber von allen Menschen genutzt.

Der spirituelle Spezialist ist meist hoch angesehen. Selten hat er die Funktion eines religiösen Kult-Verwalters. Krankenheilung mit magischen wie konventionellen Mitteln ist im Amazonas-Tiefland die Hauptaufgabe der Geisterbeschwörer.

Manchmal reicht sein Einfluss über den Tod hinaus. In Guyana wird seine Seele etwa zum Hilfsgeist. Frauen können hier nur Kinder bekommen, wenn der Schamane ein Geisterkind zu ihnen herabsteigen lässt.

Vor diesem Altar tanzt er sich dann unterstützt von einem Assistenten und mit Hilfe einer Rassel in Trance. Die traditionellen Schamanen der Andenländer nicht gemeint sind hier die Inka -Kulturfolger, die im engen Sinne keine Geisterbeschwörer haben geben ihr Wissen mittlerweile in vielbesuchten Lehrseminaren, auf indigenen Feiern oder in Einzelsitzungen an interessierte Menschen weiter.

Sie kaufen sich gegenseitig ihre Schutzgeister Tsentsak und damit ihre Machtposition ab. Diese Geisterdiener haben meist Tiergestalt.

Entsprechend besteht der Glaube, dass ein Zaubermann seine Geisterdiener ausschicken kann, um jemanden zu verhexen oder um ihn zu heilen.

Ayahuasca und konzentrierter Tabaksaft dient als Trancemittel. Die Schamanen der Mapuche , ein Volk in Südchile, das sich im Arauco-Krieg sehr lange der Kolonisation widersetzte und eine komplexe Mythologie besitzt, waren und sind Frauen.

Die Macht kann negativ oder positiv auf den Menschen wirken und der Mensch seinerseits versucht, sie durch sein Verhalten Beachtung von Tabus und Sitten in seinem Sinne zu beeinflussen.

Die Macht ist nicht immer gleich stark, sie kann sich konzentrieren: etwa in Amuletten oder in Menschen, die die Magie beherrschen.

Verschiedene Arten von Medizinleuten und Zauberern spielen fast überall eine wichtige Rolle. Spirituelle Experten haben jedoch nicht nur einen positiven Status wie in den meisten anderen Teilen der Welt, denn in Afrika werden Unglücksfälle und Schicksalsschläge häufig auch auf bösartige Hexer und Zauberer zurückgeführt.

Sie repräsentieren die dunkle Seite der Magie. Solche Eigenschaften gelten als angeboren, nicht als erworben.

Um solche Menschen ranken sich zahlreiche Geschichten, die vor allem vom Terror handeln, den böse Magie ausüben kann.

Zauberer unterscheiden sich von Hexern vor allem dadurch, dass sie stärker sind und die böse Magie gezielt einsetzen können, etwa durch Fetische.

Hexer und Hexen hingegen sind Menschen, denen übernatürliche Kräfte zugesprochen werden, derer sie sich selbst häufig nicht bewusst sind.

Dieser Glaube ist in Afrika bis heute sehr lebendig und reicht bis in die oberen Ränge von Wirtschaft, Militär und Politik. Dieser Umstand ist auch eine wesentliche Ursache dafür, dass Afrikas Geisterbeschwörer in fast keinem Schamanismus-Konzept vorkommen.

So werden etwa Naturgeister bei manchen Ethnien von den Häuptlingen angerufen. Diese Linie setzt sich bis zu den Herrschern fort. Solche sakralen Oberhäupter waren einer Reihe von Verhaltensvorschriften und Tabus unterworfen, die im Extremfall in der Anerkennung ihrer rituellen Tötung im Krankheitsfall oder am Ende ihrer Amtszeit gipfelten.

Solche Herrschaftsformen gibt es heute nicht mehr. Die Wahrsager — oder Auguren — werden häufig zu Rate gezogen, wenn negative Ereignisse nicht erklärt werden können.

Sie haben umfassende Kenntnis der Verhältnisse, eine gute Kombinationsgabe und beherrschen die Magie eines Orakels , um eine Lösung zu finden.

Bisweilen übernimmt er die weitere Behandlung oder Verfolgung des Falles. Der Medizinmann wirkt als Kräuter- oder Naturheilkundiger, der aus einem uralten traditionellen Wissen schöpft.

Die pharmazeutische Wirkung seiner Medizin ist ihm vermutlich nicht bekannt, sondern er führt diese auf magische Wirksamkeit zurück.

Bei psychischen und neurotischen Fällen, die sich vielfach in einer bestimmten Art der Besessenheit zeigen, wird ein exorzistisches Ritual angewandt, das u.

Im Gegensatz zu den sibirischen Schamanen erleidet ein afrikanischer Medizinmann keinen Autoritätsverlust, wenn der Erfolg ausbleibt.

Man nimmt in diesem Fall an, dass negative Kräfte stärker waren als die angewandte Medizin. Ähnlich wie Schamanen anderer Kontinente übt auch der Medizinmann kein weltliches Amt aus, sondern gilt als der wichtigste spirituelle Praktiker, denn Krankheit bedeutet für den Afrikaner ein religiöses Defizit.

Sie handeln vielmehr je nachdem, wie ihre Hilfe nötig ist und begehrt wird. Das gilt auch für das Amt des Priesters, wie etwa bei den Ewe Westafrikas.

Ewe-Priester wird man entweder im Erbgang oder über die Berufung durch einen Geist. Ihm obliegen kultische Funktionen wie Gebete und Opfer, er vollzieht bisweilen Exorzismen und fungiert auch als Heiler oder Wahrsager.

Eine besondere afrikanische Gestalt ist die des Sehers. Seher sind die einzigen, die Neuerungen im religiösen Leben einführen können, selbst wenn sie jeder rationalen Überlegung widersprechen.

Tod und Krankheit stehen bei afrikanischen Spezialisten im Vordergrund. Jagd- und Wetterzauber sind verbreitet, früher gab es auch Kriegszauber, während magische Feldbauriten seltener sind.

Diese Besessenheit kann positiv sein und durch Medizinmänner genutzt werden, oder negativ als Folge einer Übernahme durch eine feindliche Geistmacht, die man dann wieder zu vertreiben sucht.

Drogen werden dazu in Afrika überwiegend nicht verwendet. Spirituelle Teilspezialisten finden sich heute noch fast überall in Subsahara-Afrika, wenn auch in vielen Ländern nur noch verstreut oder im Verborgenen neben der jeweiligen Staatsreligion.

In folgenden Gebieten sind die alten Traditionen und Religionen nach wie vor mehrheitlich in der Bevölkerung vertreten: [] [] [] []. Es gibt daher auch keine Priester, Schamanen oder Medizinmänner.

Obwohl die Kulturen der australischen Ureinwohner sich überall stark ähneln, kamen spezialisierte Geisterbeschwörer nicht bei allen Gruppen vor.

Überdies hatten sie nicht den stark institutionalisierten Status wie in Asien. Sie waren vor allem in Zentralaustralien vertreten. Jahrhunderts endete, blieben die Mythen um die Traumzeit — die allumfassende, zeitlose Grundlage von Gesellschaft, Sitte und Kultur — und verschiedene religiöse Rituale trotz intensiver Christianisierung vielerorts lebendig.

Sie sind für die Wurzel- und Kräutermedizin bei kleineren Verletzungen und leichten Erkrankungen, Geburtshilfe, für Weissagungen und Liebesmagie zuständig.

Häufig bestehen Verwandtschaftsbeziehungen oder ein Eheverhältnis zu einem Clever man, der auf diese Weise von einer kräuterkundigen Frau unterstützt wird.

Den australischen Medizinmännern werden in der Regel drei Hauptrollen zugeschrieben: er ist der zentrale Bewahrer der sozialen Ordnung, Heiler und Ritualexperte.

Krankheiten Einzelner und soziale Disharmonien hängen bei den Aborigines eng zusammen, so dass Heilungen immer auch eine gesellschaftliche Bedeutung haben.

Wie bei afrikanischen Zauberern wird die magische Kraft auch in Australien genutzt, um damit zu drohen und Macht auszuüben.

Neben Krankenheilung, Wettermagie und anderen Zeremonien sind sie auch für die Bewahrung und Einhaltung der Stammesgesetze aus der Traumzeit und für das überlieferte Wissen verantwortlich.

Die verschiedenen Funktionen sind oft separat personalisiert, etwa als Heiler oder Magier.

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Nach der Ausbildung. Der sibirische Schamanismus beeinflusste die Entstehung der Volksreligion in Korea , einem der alten Staaten Ostasiens.

Koreanische Schamanen werden der Unterklasse zugerechnet und oft bei finanziellen oder Heiratsfragen zugezogen. Das Schamanenamt ist entweder erblich oder wird durch besondere Fähigkeiten erlangt.

Im Zentrum des koreanischen Schamanismus steht der kut mit der Schamanenpriesterin, die oft mehrtägige schamanische Zeremonie, die ihre gesellschaftliche Relevanz allerdings weitgehend verloren hat und sich weitgehend auf den familiären Bereich beschränkt.

Die Zeremonie ist ekstatisch geprägt. Archäologische Funde aus Königsgräbern deuten darauf hin, dass in vorbuddhistischer Zeit die Herrscher selbst dieses Amt ausübten.

Später prägten dann Buddhismus und Konfuzianismus zusammen mit Ekstase, der Zurücksetzung der Frau und kosmische Religiosität in Verbindung mit einem steifen Zeremoniell die koreanische Glaubenswelt.

Auch zum Schintoismus Japans gehören nach wie vor Schamanen Kamisama : Otoko miko oder Onoko kannaki für männliche, Onna miko , Kannaki oder Joshuku für weibliche; zudem viele weitere Bezeichnungen.

Das Schamanentum Japans scheint eine Mischung aus dem sibirischen und koreanischen und des südostasiatischen Schamanismus zu sein.

Der älteste Hinweis auf den Schamanismus in Japan findet sich im Kojiki , einem Werk, das um das Jahr unsrer Zeitrechnung am japanischen Kaiserhof entstand.

Mit der Einführung des Buddhismus wurde die weibliche Onna miko als Helferin des Schinto-Priesters institutionalisiert.

Nur in ihrem Initiations-Ritual ist noch ein schamanistisches Element enthalten. Demgegenüber steht die lebendige Tradition der Itako in Nord-Japan und der Yuta in Okinawa : Oftmals sind es blinde Frauen, die selbst und ungebunden praktizieren.

Japan ist bekannt für seine zahlreichen Neu-Religionen , die seit dem Jahrhundert in verschiedenen Wellen entstanden. Viele Religionsgründer — in der Mehrheit waren es Frauen — erlebten ihre Initiation als Trancezustand, in dem sich ein Kami ihnen als persönliche Schutzgottheit offenbarte.

Sie erhielten Offenbarungen über die Zukunft der Welt und oft auch die Kraft, um Krankheiten zu heilen. Im Übergangsbereich der buddhistisch beeinflussten Hirtenkulturen Zentralasiens und der hinduistischen Feldbauern des indischen Subkontinentes haben einige Himalaya-Bergvölker schamanische Traditionen.

Dokumentiert ist das zum Beispiel für die Dakpa Monba in Bhutan. Die Adivasi sind die Träger der ursprünglichsten und verschiedenartigen Volksreligionen Indiens : zumeist synkretistische Mischungen aus Hinduismus und Animismus, in denen es zum Teil Schamanen oder schamanenähnliche Experten gibt.

Bei den heute noch traditionell lebenden Gruppen [] sind diese Spezialisten nach wie vor präsent. Daneben gibt es männliche wie weibliche Pando , die von einem Guru in ihr Amt berufen werden.

In Südostasien sind die Formen der Geisterspezialisten ausgesprochen vielfältig und lebendig. Ähnlich wie in Südamerika finden sich in Südostasien noch einige Berg- und Regenwaldvölker, die kaum kontaktiert wurden oder die an ihrer überlieferten Lebensweise festhalten.

Dennoch hat sich das Schamanentum bei vielen lokalen Jägern, Fischern, Sammlern und Wanderfeldbauern der Region bislang recht gut erhalten können.

In Malaysia und Indonesien befolgen zahlreiche kleinere Regenwaldethnien noch stark animistisch geprägte Religionsrichtungen, zu denen auch Schamanen gehören.

Beschwörung von Hilfsgeistern und Seelenreise sind allgemein üblich, ebenso Traumdeutung. Schamanen haben einen hohen Status, selbst im Tod.

Zentral ist hier wie auch bei den indonesischen Regenwaldvölkern die Beschwörung des Tigergeistes, der den Schamanen — aber auch jeden Menschen, der sich darum bemüht — besessen macht lupa.

Wie in anderen Ethnien findet sich hier also eine personelle Spaltung der Funktionen. Doch sind hier die Unterschiede zwischen den einzelnen Untergruppen teils erheblich und reichen bis zu Schamanenpriestern tukang sangiang [C 4] der Ngaju -Reisbauern.

Eine besonders wichtige Rolle spielt im malaiischen Archipel das Schamanenboot, eine Vorstellung, die sich so ähnlich auch in Japan oder Melanesien findet.

Zum Wildbeutertyp gehören die Schamanen der Mentawai West-Sumatras, die als einzige die rituellen Tänze des Volkes aufführen dürfen [].

Für Java und Bali sind Geistheiler dokumentiert, die auf animistisch-schamanische Traditionen zurückgehen. In Nordamerika hat überall eine zumeist intensive Vermischung der ethnischen Religionen mit dem Christentum stattgefunden.

Seit dem letzten Viertel des Jahrhunderts haben allerdings die alten Glaubenswelten und einige spirituelle Praktiken zusammen mit dem indianischen Selbstbewusstsein eine Renaissance erfahren — wenn oft auch nur mit folkloristischem Hintergrund.

Für das religiöse Empfinden der Eskimos war früher das übermächtige Gefühl der Furcht charakteristisch: ein Gefühl, von übernatürlichen Kräften abhängig zu sein.

In diesem Kontinuum herrschte die alles belebende magische Kraft Inua. Dort existieren weiterhin traditionelle Schamanen angakok , Plural angakut , die als Heiler, Seelsorger, Bewahrer der jägerischen Moral und Leiter der zahlreichen Feste und Zeremonien fungieren, wie es für die Yupik [D 1] und einige kleine Gemeinschaften der Inuit von Nunavut [77] belegt ist.

Gleiches gilt analog für einige wenige lokale Gruppen der ostgrönländischen Inuit [] und der subarktischen Indianer, die noch in weitgehender wildbeuterischer Subsistenzwirtschaft in Taiga und Tundra leben.

Einige Pueblo-Stämme des Südwestens konnten ihr komplexes Zeremonialsystem bis heute gut bewahren.

Es zielte auf potentielle Lebenskrisen und deren Bewältigung durch Riten, bei denen auch schamanenähnliche Priester-Brüderschaften ohne Ekstase eine Rolle spielen.

Weiter nördlich wurde — wenn überhaupt — von den Schamanen nur Tabak als Droge verwendet. Fast alle nordmexikanischen Indianer sind formell Katholiken.

Dennoch gibt es auch heute noch den Curandero genannten Kräuter- und Geistheiler, der praktisch im gesamten iberoamerikanischen Bereich verbreitet ist.

Zudem ist der Glaube an Hexerei weiterhin verbreitet. Die meisten sogenannten Schamanen sind dem modernen Neoschamanismus zuzurechnen, denn die Religionen der Hochkulturen der Azteken und ihrer Nachbarn waren früher von einem komplexen Priestertum ohne Schamanen gekennzeichnet.

Die katholische Kirche war mit ihrem Gedankengut nie sehr tief in die dortigen Glaubensvorstellungen eingedrungen, doch scheinen ihre Rituale etwa das Weihrauch schwenken die Tarahumara beeindruckt zu haben, denn inzwischen liegt ein Teil des katholischen Rituals in schamanischen Händen.

Der Ewe-ame genannte Schamane übt demnach weiter seine traditionellen Funktionen aus, heilt Kranke und benutzt Peyote, um die verlorene oder fliehende Seele eines Kranken zu halten oder wieder zurückzuholen, wirkt gegen Hexerei und hat einen fast halbgöttlichen Status.

Huichol : Ihre Marakame genannten Medizinmänner sind wegen ihrer Fähigkeiten und ihrer Macht bei den Völkern der Sierra madre occidental berühmt.

Die Religion der Huichol enthält noch die meisten präkolumbianischen Elemente unter Mexikos Indigenen. In Meso- und vor allem in Südamerika ist die Situation anders: Schamanische Praktiken bei Heilmagie und Zauberei sind immer noch weit verbreitet, wenngleich auch hier bei den vielen bereits missionierten Stämmen die Geisterbeschwörer nur noch Teile ihrer ursprünglichen Tätigkeiten ausführen und ihre Stellung von daher deutlich degradiert ist.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den nord- und südamerikanischen Spezialisten besteht im intensiven Gebrauch von psychotropen Drogen in Südamerika.

Mittelamerika bildet eine Übergangszone, in Nordamerika ist dieser Brauch — wenn überhaupt — nur schwach ausgebildet und vorzugsweise auf Tabak beschränkt.

Die Trance ist sehr stark und wird oft für die einzig reale Welt gehalten. Ihre Funktionen sind heute allerdings zum Teil vom Katholizismus beeinflusst.

So praktizieren sie noch heute magisches Heilen und andere schamanische Gebräuche, ähnlich den zahlreichen im Amazonas-Regenwald verstreuten isolierten Stämmen.

Sie wirken als Hellseher und können in Trance in die Unterwelt eindringen. Bei vielen der isolierten Völker in Amazonien und dem Mato Grosso dürfte das jeweilige spirituell-religiöse Expertentum nach wie vor unverändert existieren.

Sie können Schaden bewirken, wenn die Rituale und moralischen Grundsätze nicht korrekt eingehalten werden. Vorzeichen, Amulette und Träume sind sehr wichtig.

Die Menschen glauben, sie könnten sich in Tiere verwandeln und anderen auf diese Weise die Lebenskraft entziehen. Daher hängt ihr Wohlergehen von der Kontrolle der zahllosen übernatürlichen Kräfte ab.

Mit Hilfe geleiteter Riten oder kollektiver Zeremonien muss die universale Harmonie bewahrt werden. Sie wird durch die ekstatische Verzückung ermöglicht.

Teilweise sind sie den Experten vorbehalten, in manchen Völkern werden sie — und die mit ihnen einhergehenden magischen Praktiken — aber von allen Menschen genutzt.

Der spirituelle Spezialist ist meist hoch angesehen. Selten hat er die Funktion eines religiösen Kult-Verwalters. Krankenheilung mit magischen wie konventionellen Mitteln ist im Amazonas-Tiefland die Hauptaufgabe der Geisterbeschwörer.

Manchmal reicht sein Einfluss über den Tod hinaus. In Guyana wird seine Seele etwa zum Hilfsgeist.

Frauen können hier nur Kinder bekommen, wenn der Schamane ein Geisterkind zu ihnen herabsteigen lässt. Vor diesem Altar tanzt er sich dann unterstützt von einem Assistenten und mit Hilfe einer Rassel in Trance.

Die traditionellen Schamanen der Andenländer nicht gemeint sind hier die Inka -Kulturfolger, die im engen Sinne keine Geisterbeschwörer haben geben ihr Wissen mittlerweile in vielbesuchten Lehrseminaren, auf indigenen Feiern oder in Einzelsitzungen an interessierte Menschen weiter.

Sie kaufen sich gegenseitig ihre Schutzgeister Tsentsak und damit ihre Machtposition ab. Diese Geisterdiener haben meist Tiergestalt. Entsprechend besteht der Glaube, dass ein Zaubermann seine Geisterdiener ausschicken kann, um jemanden zu verhexen oder um ihn zu heilen.

Ayahuasca und konzentrierter Tabaksaft dient als Trancemittel. Die Schamanen der Mapuche , ein Volk in Südchile, das sich im Arauco-Krieg sehr lange der Kolonisation widersetzte und eine komplexe Mythologie besitzt, waren und sind Frauen.

Die Macht kann negativ oder positiv auf den Menschen wirken und der Mensch seinerseits versucht, sie durch sein Verhalten Beachtung von Tabus und Sitten in seinem Sinne zu beeinflussen.

Die Macht ist nicht immer gleich stark, sie kann sich konzentrieren: etwa in Amuletten oder in Menschen, die die Magie beherrschen.

Verschiedene Arten von Medizinleuten und Zauberern spielen fast überall eine wichtige Rolle. Spirituelle Experten haben jedoch nicht nur einen positiven Status wie in den meisten anderen Teilen der Welt, denn in Afrika werden Unglücksfälle und Schicksalsschläge häufig auch auf bösartige Hexer und Zauberer zurückgeführt.

Sie repräsentieren die dunkle Seite der Magie. Solche Eigenschaften gelten als angeboren, nicht als erworben. Um solche Menschen ranken sich zahlreiche Geschichten, die vor allem vom Terror handeln, den böse Magie ausüben kann.

Zauberer unterscheiden sich von Hexern vor allem dadurch, dass sie stärker sind und die böse Magie gezielt einsetzen können, etwa durch Fetische.

Hexer und Hexen hingegen sind Menschen, denen übernatürliche Kräfte zugesprochen werden, derer sie sich selbst häufig nicht bewusst sind.

Dieser Glaube ist in Afrika bis heute sehr lebendig und reicht bis in die oberen Ränge von Wirtschaft, Militär und Politik.

Dieser Umstand ist auch eine wesentliche Ursache dafür, dass Afrikas Geisterbeschwörer in fast keinem Schamanismus-Konzept vorkommen. So werden etwa Naturgeister bei manchen Ethnien von den Häuptlingen angerufen.

Diese Linie setzt sich bis zu den Herrschern fort. Solche sakralen Oberhäupter waren einer Reihe von Verhaltensvorschriften und Tabus unterworfen, die im Extremfall in der Anerkennung ihrer rituellen Tötung im Krankheitsfall oder am Ende ihrer Amtszeit gipfelten.

Solche Herrschaftsformen gibt es heute nicht mehr. Die Wahrsager — oder Auguren — werden häufig zu Rate gezogen, wenn negative Ereignisse nicht erklärt werden können.

Sie haben umfassende Kenntnis der Verhältnisse, eine gute Kombinationsgabe und beherrschen die Magie eines Orakels , um eine Lösung zu finden.

Bisweilen übernimmt er die weitere Behandlung oder Verfolgung des Falles. Der Medizinmann wirkt als Kräuter- oder Naturheilkundiger, der aus einem uralten traditionellen Wissen schöpft.

Die pharmazeutische Wirkung seiner Medizin ist ihm vermutlich nicht bekannt, sondern er führt diese auf magische Wirksamkeit zurück.

Bei psychischen und neurotischen Fällen, die sich vielfach in einer bestimmten Art der Besessenheit zeigen, wird ein exorzistisches Ritual angewandt, das u.

Im Gegensatz zu den sibirischen Schamanen erleidet ein afrikanischer Medizinmann keinen Autoritätsverlust, wenn der Erfolg ausbleibt.

Man nimmt in diesem Fall an, dass negative Kräfte stärker waren als die angewandte Medizin. Ähnlich wie Schamanen anderer Kontinente übt auch der Medizinmann kein weltliches Amt aus, sondern gilt als der wichtigste spirituelle Praktiker, denn Krankheit bedeutet für den Afrikaner ein religiöses Defizit.

Sie handeln vielmehr je nachdem, wie ihre Hilfe nötig ist und begehrt wird. Das gilt auch für das Amt des Priesters, wie etwa bei den Ewe Westafrikas.

Ewe-Priester wird man entweder im Erbgang oder über die Berufung durch einen Geist. Ihm obliegen kultische Funktionen wie Gebete und Opfer, er vollzieht bisweilen Exorzismen und fungiert auch als Heiler oder Wahrsager.

Eine besondere afrikanische Gestalt ist die des Sehers. Seher sind die einzigen, die Neuerungen im religiösen Leben einführen können, selbst wenn sie jeder rationalen Überlegung widersprechen.

Tod und Krankheit stehen bei afrikanischen Spezialisten im Vordergrund. Jagd- und Wetterzauber sind verbreitet, früher gab es auch Kriegszauber, während magische Feldbauriten seltener sind.

Diese Besessenheit kann positiv sein und durch Medizinmänner genutzt werden, oder negativ als Folge einer Übernahme durch eine feindliche Geistmacht, die man dann wieder zu vertreiben sucht.

Drogen werden dazu in Afrika überwiegend nicht verwendet. Spirituelle Teilspezialisten finden sich heute noch fast überall in Subsahara-Afrika, wenn auch in vielen Ländern nur noch verstreut oder im Verborgenen neben der jeweiligen Staatsreligion.

In folgenden Gebieten sind die alten Traditionen und Religionen nach wie vor mehrheitlich in der Bevölkerung vertreten: [] [] [] [].

Es gibt daher auch keine Priester, Schamanen oder Medizinmänner. Obwohl die Kulturen der australischen Ureinwohner sich überall stark ähneln, kamen spezialisierte Geisterbeschwörer nicht bei allen Gruppen vor.

Überdies hatten sie nicht den stark institutionalisierten Status wie in Asien. Sie waren vor allem in Zentralaustralien vertreten. Jahrhunderts endete, blieben die Mythen um die Traumzeit — die allumfassende, zeitlose Grundlage von Gesellschaft, Sitte und Kultur — und verschiedene religiöse Rituale trotz intensiver Christianisierung vielerorts lebendig.

Sie sind für die Wurzel- und Kräutermedizin bei kleineren Verletzungen und leichten Erkrankungen, Geburtshilfe, für Weissagungen und Liebesmagie zuständig.

Häufig bestehen Verwandtschaftsbeziehungen oder ein Eheverhältnis zu einem Clever man, der auf diese Weise von einer kräuterkundigen Frau unterstützt wird.

Den australischen Medizinmännern werden in der Regel drei Hauptrollen zugeschrieben: er ist der zentrale Bewahrer der sozialen Ordnung, Heiler und Ritualexperte.

Krankheiten Einzelner und soziale Disharmonien hängen bei den Aborigines eng zusammen, so dass Heilungen immer auch eine gesellschaftliche Bedeutung haben.

Wie bei afrikanischen Zauberern wird die magische Kraft auch in Australien genutzt, um damit zu drohen und Macht auszuüben. Neben Krankenheilung, Wettermagie und anderen Zeremonien sind sie auch für die Bewahrung und Einhaltung der Stammesgesetze aus der Traumzeit und für das überlieferte Wissen verantwortlich.

Die verschiedenen Funktionen sind oft separat personalisiert, etwa als Heiler oder Magier. Bezüglich der Einbindung in die diversen Schamanismus-Konzepte gilt für Ozeanien das gleiche wir für Afrika: Entweder weichen die Funktionen der spirituellen Spezialisten zu sehr von den verallgemeinerten Modellen ab oder die Aufgaben werden von ganz verschiedenen Sachverständigen wahrgenommen, so dass die wenigsten Autoren Ozeanien mit einbezogen haben.

In Melanesien ist ein organisiertes Priester- oder Schamanentum meistenteils unüblich, vielmehr kann jeder Einzelne solche Funktionen ausüben, wenn er oder sie über genügend Mana verfügt göttliche Kraft, die durch Taten erworben werden kann.

Die Geheimbünde sind für die Übermittlung sakralen Wissens, Erhöhung des eigenen Prestiges sowie für die Durchführung von Initiationszeremonien wichtig.

Aber auch die Ordnungsfunktion, die sie innerhalb der traditionellen, meist ohne zentrale Instanzen organisierten Gesellschaften Melanesiens einnehmen, ist nicht zu vernachlässigen.

Die Aufnahme in solche Geheimbünde ist nur nach schwierigen Prüfungen möglich. Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mehrfach initiiert, wobei er jeweils eine höhere Stufe der Persönlichkeitsentwicklung erreicht.

Mit der Persönlichkeitserweiterung steigt auch der Status der betreffenden Person, denn sie teilt nun das Wissen der Geister und ist mit ihnen vertraut.

Das ist vor allem für die Identifikation des Clans und dessen Landrechte wichtig, die nicht zuletzt von den Ahnen gewährleistet werden. Man benötigte Hilfe bei der Jagd, bei Krankheiten oder um die ruchlosen Aktivitäten von Hexen, Zauberern und bösen Naturgeistern zu bannen.

Darüber hinaus muss festgehalten werden, dass die kulturelle Vielfalt auf Neuguinea immens ist und dicht nebeneinander vollkommen unterschiedliche Vorstellungen und Praktiken existieren.

Da es im indonesischen Teil der Insel noch einige unkontaktierte und unerforschte Ethnien gibt, wären Aussagen zu deren spirituell-religiösen Experten spekulativ.

Die Missionierung Mikronesiens setzte sehr früh ein, so dass die meisten Religionen bereits weit vor Beginn des Jahrhunderts erloschen waren. Daher ist über die ursprünglichen religiösen Ansichten in manchen Bereichen fast gar nichts bekannt.

Für die Palau-Inseln gab es die kalid das Wort bedeutet Übernatürliches schlechthin : Männliche oder weibliche Wahrsager, Heiler und Geisterbeschwörer, von denen jedes Dorf einen hatte und die auch priesterliche Funktionen wahrnahmen.

Das Amt war erblich. Tote Kalids wurden zu Geistern, und manche Tiere wurden für Ahnen gehalten, die in ihnen weiterlebten, so dass jeder einen eigenen Kalid Tiergeist hatte, der allerdings kein Haustier sein durfte.

Im gesamten polynesischen Raum waren die religiösen und heilerischen Aufgaben früher personell differenziert Priesterwesen, verschiedene Heiler, Zauberer u.

Manche spirituellen Kräfte galten als vererbbar, etwa die Fähigkeit des Feuergehens auf den Fidschi-Inseln , die es so ähnlich aber auch in anderen Kulturen gibt.

Auf Tonga wiederum verfielen die offiziellen Priester in Besessenheits-Ekstase und erinnern damit an Schamanen. Die Bewohner auch der abgelegensten Inseln sind jedoch seit langem christianisiert.

Obgleich viele Elemente der traditionellen Glaubensvorstellungen erhalten geblieben sind, müssen Berichte über hawaiianische Kahunas oder moderne neuseeländische Schamanen dem Neoschamanismus zugerechnet werden.

So versucht beispielsweise die in esoterischen Kreisen bekannte Maori Wai Turoa-Morgan den globalen Neu-Schamanismus um die spirituellen Traditionen ihres Volkes zu bereichern.

Während sie sich auf ihren Auslandsseminaren als Schamanin bezeichnet, tritt sie in ihrer Heimat weiterhin als Tohunga matakite auf; demnach als Weissagerin bzw.

Diese Art der Tohungas galt früher als freiwillig von einem Gott besessen. Hambledon Continuum, , S.

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Jungs — die Inferiore und die Fühlfunktion. Übersicht siehe E. Püschel: Die Menstruation und ihre Tabus.

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Nord- und Südamerika. Band 10, Verlag der Missionsdruckerei St. Gabriel, , S. Barbara Tedlock Hrsg. Lehren indianischer Schamanen.

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Diese Rituale wurden zusammen mit den Initiationen neuer Schamanen durchgeführt. Band , , S. Bei meiner Sitzung war ich perplex darüber, wie gut Durek mich und meine Charakterzüge auf Anhieb einzuschätzen wusste, obwohl er mich gar nicht kannte. Nach Fertigstellung musste die Tracht noch rituell gereinigt und geweiht werden. Ausgangspunkt der Forschungsgeschichte Scharmane Schamanismus waren die Schamanen des sibirischen Kulturareales NenzenJakutenAltaierScharmaneEwenkeneuropäische Samenjapanische Ainu und andere. Steiner, Wiesbaden Blinder Fleck Zudem ist der Glaube an Hexerei weiterhin verbreitet. Im Trotz Die Wollnys Stammbaum angesehenen Stellung wurde früher von den Geisterbeschwörern hohe Opferbereitschaft, Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin verlangt. Bei den Völkern des klassischen Schamanismus Asiens und Nordamerikas verloren sie ihre Schamanenfähigkeit während der Schwangerschaft bis zu mehreren Jahren nach einer Geburt. Drtv und Einweihung persönlicher Heil- und Kraftobjekte. Kom�Die Filme 2011, 2. In: Memoires de la Societe Unitymedia. Für einige sibirische Redneck Deutsch zentralasiatische Ethnien waren Geweihkronen üblich. Mitunter wurde das Gesicht verkleidet oder geschwärzt Scharmane die Haare durften nicht geschnitten werden, um keine Vitalkraft zu verlieren. In: Axel Michaels Hrsg. Müller [45]. Memento vom Daraus wurden verschiedene Definitionen abgeleitet, die vor allem in Bezug zu den spezifischen Praktiken und der sozio-ökonomischen Zapped der Geisterbeschwörer verschiedenster Kulturen voneinander abweichen. Läng: Kulturgeschichte Www.Tv Now.De/Rtl Indianer Nordamerikas.

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